Motor- u. Elektrokundelehrgang für Einsteiger bei Volvo-Penta am 4./5.11.2006 in Kiel
Lehrgangsinhalte und Themen:
=> Installation von Motoren in Segel- u. Motoryachten
=> Korrosionsschäden durch galvanische Ströme
=> Praktische Arbeiten
=> Maßnahmen in Notfällen
Notierte Stichpunkte zu verschiedenen Themen:
1. Wartung und Schutz für Außenbordmotoren | 2. Motorleistungskontrolle
| 3. Propeller | 4. Aquadrive
5. Kühlwasserkreislauf | 6. Ventilspiel
einstellen | 7. Notstart | 8. Gewitter
9. Dieseleinspritzsysteme | 10.
Batterie | 11. Öle | 12. Fehlersuche
1. Wartung und Schutz für Außenbordmotoren
1.1. Lagerung:
Wasser aus dem Schaft bringen, damit kein Wasser
über die offenen Ventile in den Motor
gelangen kann.
Möglichst senkrechte Lagerung oder in der für den Motor angegebenen Lage, so
dass auch
aus den Kühlkanälen kein Wasser eindringen kann.
1.2. Getriebeöl erneuern:
Aus der Tube von unten nach
oben drücken.
Oben mit Finger zuhalten und unten verschließen,
danach oben verschließen.
1.3. Impeller checken und ggfls. erneuern:
Schrauben am Schaft lösen.
Antrieb nach unten herausziehen. Impeller wechseln.
Antriebswelle wieder
einsetzten und dabei drehen bis sie oben in der Führung passend aufgenommen
wird.
Mit Schrauben am Schaft wieder verschrauben.
1.4. Motorreinigung:
Nachdem die Betriebstemperatur (mind. 90 Grad) erreicht worden ist,
Motor
in sauberem Süßwasser noch mindestens eine halbe Stunden laufen lassen. Dazu
ggfls. vorher die Schraube abbauen. Nur wenn die Betriebstemperatur erreicht
wird, lösen sich An-haftungen in den Kühlkanälen. Man erkennt die Rückstände
an einer milchigen Fär-bung des Spülwassers.
1.5. Korrosionsschutz...
...in den Zylinder sprühen
und über den Ansaugstutzen bei laufendem Motor
in das Kurbelgehäuse bringen, damit die Nadellager geschützt werden.
Danach nicht mehr durchstarten, da sonst die Zylinderflächen
wieder blank liegen!
Achtung/Warnung: Das gilt
jedoch nicht für den Dieselmotor! (s. dazu auch Ziff. 7)
2. Motorleistungskontrolle
Es wird unterschieden zwischen...
Das Kraftstoff-/ Luftverhältnis muss 1:14 betragen. Deshalb im Motorraum für ausreichende Frischluftzufuhr sorgen.
Der Öldruck sollte, wenn der Motor warm ist, bei 0,4 Bar liegen.
3. Propeller
Die Leistung eines Propellers ist abhängig vom richtigen Durchmesser.
Der Motor muss die Höchstdrehzahl erreichen, sonst ist die Steigung zu hoch.
Bei zu geringer Steigung quirlt er nur das Wasser auf und leistet keinen Vortrieb.
4. Aquadrive
Ein Aquadrive dient der Lagerung und Kraftaufnahme des Stevenrohrs bzw. der Welle und entlastet die Kraftaufnahme am Getriebe.
5. Kühlwasserkreislauf
Zum Kühlwassersystem gehören
6. Ventilspiel einstellen
Das gleiche mit den anderen Zylindern vollziehen.
7. Notstart
Kabel (2,5 mm) am Anlasser von Schelle 50 (Steuerstrom) an den Batterie-Pluspol legen und so den Anlasser direkt ansteuern.
Vorsicht: Verletzungs-/ Verbrennungsgefahr durch einen Lichtbogen!
Bei Startschwierigkeiten eines Dieselmotors auf keinen Fall Startpilot oder andere Zusätze in die Luftansaugung bringen, da das den Diesel durch zuviel Brennstoff zerstört. Ein Stoppen der Maschine ist dann nicht mehr möglich, da er sich nur durch Unterbrechung der Brennstoffzufuhr stoppen lässt. Der Motor überdreht und zerstört sich selbst.
8. Gewitter
Blitzschutz ist fragwürdig. Dazu liegen die unterschiedlichsten Meinungen und Erfahrungen vor. Einige Werften lassen sich vor Einbau schriftlich bestätigen, dass sie auf die möglichen Lateralschäden hingewiesen haben und schließen Regregressansprüche aus.
Beispiele:
Statistisch spielt bei Schiffsverlusten Blitzeinschlag als Ursache keine Rolle.
Vorbeugend sollte man jedoch den Motor starten bevor die Elektronik durch Überspannung zerstört wird!
9. Dieseleinspritzsysteme
Pumpe / Düse:
Der Kraftstoff wird entsprechend der elektronischen Ansteuerung mit ca. 200 bar von der Pumpe an die Düsenstöcke gebracht und auf den Kolben gespritzt.
Common Rail System:
Bauteile:
Vorgang:
10. Batterie
11. Öle
12. Fehlersuche
Eine Fehlersuche erfolgt immer nach dem Prinzip: Suche von außen nach innen. Nicht gleich irgendwo anfangen zu schrauben, sondern systematisch von außen nach innen den Fehler suchen.
Beispiel: Ausfall der Motorkühlung
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